Mittwoch, 30. November 2016

Adventskalender





Adventskalender sehr beliebt,
bei Gross, bei Klein und Alt,
weil es da schöne Sachen gibt,
man freut sich täglich halt.

Die Türchen harren ganz versonnen,
die Zeit will einfach nicht vergehen,
nun muss doch bald ein Mensch mal kommen
und hinter unser Türchen sehen.

Ganz stolz sagt Türchen Nummer eins,
ich fang als erste heute an,
da meint die zehn, die eins wär meins,
hätt ich die Null nicht hintendran.

Wenn ich die erste Tür nur wär
und würd die Kinder überraschen,
dann käm es nicht von ungefähr,
dass sie die eins vernaschen.

Zum Trost, sie kann ja nichts dafür
und tut es noch so weh,
hätt sie zwei Nullen an der Tür,
dann stünd sie vorm WC . 




Dienstag, 29. November 2016

Adventszeit



Es bläst der Wind, es friert, es schneit,
man merkt es schnell: Es adventet die Zeit.
Über Wald und Flur legen sich weiße Decken,
die Autos fahren nun alle wie Schnecken.

Von irgendwo hört man "Oh friedvolle Zeit",
man weiß halt: Weihnachten ist nicht mehr weit.
Auf Bäumen, Sträuchern und Tannenspitzen
sieht man jetzt immer mehr Schneeflocken sitzen.

Im Mondschein funkelt so manches Eis,
es weihnachtes sehr, wie nun jeder weiß!
Ein Mann schleppt nen Baum, man sieht ihn schwitzen,
doch da rutscht er aus - jetzt ist er am sitzen.

Im Gestrüpp hört man es knacksen und knistern,
es ist ein Häschen, es sucht nach den Geschwistern.
Schneeflocke für Schneeflocke fällt so dahin,
mancher freut sich: "Zum Glück bin ich drin."

Drinnen im Haus nun beginnt emsiges treiben,
die älteste Tochter schneidet Stollen in Scheiben.
In der Küche formt Mama Lebkuchenherzen,
im Wohnzimmer kämpft derweil Papa mit Kerzen.

Das Baby ist begeistert und ganz auf touren,
es fand Mamas Schminke - man sieht's an den Spuren.
Im Kamin knistert und brennt hell das Feuer,
Opa ließt stöhnend Zeitung: "Das Öl wird teuer".

Oma sucht verzweifelt nach dem Krippenkind,
damit alle Figuren zusammen sind.
Klein-Erna ist schon angestrengt am sinnen,
was das Christkind wohl möge bringen.

Ein großer Schlund tut sich auf - man muß es erwähnen,
Mieze sitzt auf dem Sofa und ist am gähnen.
Aus der Ecke kommt Wuffti jetzt angekrochen,
man sieht es ihm an: Er hat den Braten gerochen.

Von Ferne schallt rüber der Glockenklang,
im Radio hört man nen Weihnachtsgesang,
es ist das Lied der "Stillen Nacht"
da hat was im Wohnzimmer furchtbar gekracht.

Der Weihnachtsbaum fiel, man hört Papa schimpfen,
und obendrein auch noch den Baum verwünschen.
Miez schlummerte ein, nun ist sie erwacht,
erkennt die Gefahr und verschwindet nun sacht.

Es ist nun die "Vorzeit", der friedvolle Advent,
man kann es auch sehn: Eine Kerze brennt.
Doch halt einmal ein, ist uns noch klar,
was eigentlich der Sinn dieser Feier war?

Es geht um die größte Geschichte der Zeiten
Dafür ist man ein Fest am vorbereiten.
Gott schickte den Retter, seinen Sohn,
der kam herab, verließ des Vaters Thron.

Er kam auf die Erd um Frieden zu geben,
allen, die nach seinem Wort wollen leben
Jesus Christ und Friedefürst wird er genannt,
hast Du den Erlöser den schon erkannt?

Ist bei Dir schon der Friede eingekehrt,
wie es die Bibel uns auch so lehrt?
Wir wünschen nun allen besinnliche Stunden,

 hier und dort in den Familienrunden.

Sonntag, 27. November 2016

Adventbacken




Zimtplätzchen

Zutaten:

300 g Mehl
175 g Butter
80 g Zucker
reichlich Zimt
nach Geschmack
2 Eier
1 Eigelb
2 EL Butter

Zubereitung:

Aus allen Zutaten einen Teig kneten.
Teig eine 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.
(mit einem Tuch abdecken!)


Danach den Teig dünn ausrollen und Plätzchen ausstechen.
Die ausgestochenen Plätzchen legst
du auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
Backzeit: 10 Minutenbei 180 Grad

Anschliessend die Plätzchen vom Blech lösen,
auf ein Gitter geben und auskühlen lassen!

~ ~ ~ ~ ~

Zimtstangen

Zutaten:

250 g Mehl
250 g Zucker
2 Eier
50 g flüssige Butter
1 ganzer Esslöffel Zimt
1 Prise Ingwer

Zubereitung:

Alle Zutaten werden zu einem glatten Teig verknetet,
 den man über Nacht ruhen lässt und
am nächsten Tag zu Stangen oder Buchstaben formt,
 mit Eiweiss bepinselt und bei mittlerer Hitze hellbraun backt.

~ ~ ~ ~ ~


 Zimtsterne


Zutaten:

4 Eiweiß
250 g Zucker
300 g geriebene Mandeln
1 gestr. Tl. Zimt
Schale einer halben Zitrone
etwas Rum


Zubereitung:

Eiweiß schnittfest schlagen,
nach und nach den Zucker hinzufügen.
Etwa 1/4 Eischnee zum Bestreichen abnehmen.
Mandeln, Zimt und Zitronenschale mit dem
restlichen Eischnee vermengen,
den Teig auf dem mit Zucker bestreuten
Backbrett ausrollen, Sterne ausstechen
und auf das mit Alufolie oder gefettetem
Pergamentpapier ausgelegte Backblech setzen.
Den zurückbehaltenen Eischnee mit etwas
Rum zu einer streichfähigen Glasur verrühren,
die Sterne damit überziehen und backen

Je Blech 30 - 40 Min. bei 140 - 160 Grad C

Plätzchen

Spritzgebäck


Zutaten:
1 kg Mehl
500 g Schweineschmalz oder Magariene
500 g Zucker
4 Vanillinzucker
4 Eier
1 Messerspitze Backpulver (nicht mehr!)

Zubereitung:
Alles zu einem Knetteig verarbeiten
und am Besten 24 Stunden
in den Kühlschrank geben.
Den Backofen auf ca. 200 Grad vorheizen.
Den Plätzchenteig in eine Spritzgebäckmaschine/
Fleischwolf geben und Plätzchen
formen. Die Backzeit beträgt je nach
dicke der Plätzchen ca 8 bis 12 Minuten.
Nach dem Abkühlen können die
Plätzchen nach belieben mit Schokolade oder
Zuckerguss dekoriert werden
oder auch einfach *pur* belassen werden.

Weihnachtsplätzchen

Euro-Plätzchen

Zutaten:
250 g Butter
325 g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
350 g Mehl
2 Eßl. Kakaopulver
2 Eigelb
4 Tl. Weinbrand
200 g Vollmilch-Kuvertüre
50 g weiße Kuvertüre

Zubereitung:
Butter mit 125 g Zucker, Vanillinzucker, Mehl,
Kakao, Eigelb und 2 Tl. Weinbrand verkneten.
30 Minuten kaltstellen.
Teig zu Rollen mit 4 cm Durchmesser formen.
Die Rollen mit dem übrigen Weinbrand bestreichen,
im restlichen Zucker wälzen und
zugedeckt 2 Stunden kalt stellen.
Elektro-Ofen auf 200° (Gas: Stufe 3) etwa 10 Minuten backen.
Abkühlen lassen.
Kuvertüren hacken, getrennt schmelzen.
Auf die Plätzchen mit einer Kuvertüre
kleine Kreise spritzen, trocknen lassen.
Mit der anderen Kuvertüre ein Euro-Zeichen darauf malen.

Samstag, 26. November 2016

27.11.16 - 1. Advent,Sonntag





Einen Adventskranz, den werde ich wieder machen
mit viel an Tannengrün und lauter niedlichen Sachen
geh hinaus in meinen Garten und das recht schnell
so lange es noch Tag ist - und zum Sehen noch schön hell
schneide ab mit der großen Schere das begehrte Grün
laufe und schaue - nach dem allerschönsten - her und hin
später dann - wenn das gute Stück ist fertig, rund und voll
finde nicht nur ich meinen Adventskranz toll
bei den Figürchen kommen die lila-blauen Kerzen rein
die passenden Schleifchen dazu , wow, wie schön und fein
so mach ich das jetzt schon "zig" an Jahren dabei sehr gern
viel schöner ist's, kostet wenig Geld und ist immer modern.


Freitag, 25. November 2016

1. Advent





Advent das ist die stille Zeit,
die Tage schnell verrinnen.
Das Fest der Liebe ist nicht weit,
fangt an euch zu besinnen! 


~ ~ ~ ~ ~

Es gab wohl manchmal Zank und Streit
ihr habt euch nicht vertragen,
vergesst das jetzt und seid bereit,
euch wieder zu vertragen. 


~ ~ ~ ~ ~

Denn denk nicht nur ans eigene Glück,
du solltest danach streben,
und anderen Menschen auch ein Stück
von deiner Liebe geben. 


~ ~ ~ ~ ~

Der eine wünscht sich Ruhm und Geld,
die Wünsche sind verschieden.
Ich wünsche mir für die ganze Welt
nur Einigkeit und Frieden.

Die Nebelfrau





Die Nebelfrau ist unterwegs
Mit seinen feuchten Nebelhänden
verwischt  November die Konturen,
bedeckt des goldenen Herbstes Spuren,
um uns sein Einheitsgrau zu senden.  
Wer Farben liebt, holt sie ins Leben,
das sanft nach innen nun gekehrt.
Dem Menschen ist die Kraft gegeben,
sich zu gestalten, was verwehrt.  
So schafft er wohlig sich die Räume,
fühlt Wärme, wenn kalt herrscht der Frost;
erfüllt sich helle Blütenträume,
genießt im Winter frische Kost.  
Wenn auch jetzt fehlt der Sonne Strahlen,
so wissen wir, ihr Liebesblick
wird golden uns gar bald  bemalen
das weiße, klare Winterglück.


Mittwoch, 23. November 2016

Weihnacht

Oh Weihnacht wie bist du schön,
der Weihnachtsmann der ächzt und stöhnt.
Was alles hat er noch zu tun,
das alles lässt Knecht Ruprecht auch nicht ruhn.
So ziehen sie von Haus zu Haus
und geben die Geschenke aus.
Helles Kinderlachen erschallt in jeden Raum,
da kann selbst der Weihnachtsmann noch staun.
Viel Lobgesang die Engel singen,
wenn Weihnachtsmänner Geschenke bringen.

Der Frost

Der Frost braucht zarte Häkelspitzen,
Perlmuttergrau ans Scheibenglas.
Da blühn leis an die Fensterritzen,
Eisblumen,Sterne,Farn und Gras.

~ ~ ~ ~ ~

Kristalle schaukeln von den Bäumen,
die letzten Vögel sind entflohn.
Leis fällt der Schnee in unseren Träumen,
Weihnachtet es bald schon.

Advent


Wenn da Pulverschnee mit seiner Pracht,
As Hoamatland zum Kunstwerk macht.
Da Mensch vom Gmüat her staader wird,
Am Obnd an Kachelofa eischürt.
De Kinder Wünsch ans Christkind stelln,
Erwartungsvoll de Tog scho zähln.

Wenn d Fenstastern wia Lichtorgln blitzn,
De Geldbeitl recht locker sitzn.
Da Mensch mehr isst, als a vatragt,
Se spaater mitm Abnehma plagt.
Wia varuckt durch alle Gschäfta rennt,
Se am Billigglühwein d Lippn vabrennt,
Dann is's Advent.

Wolfgang Ammert

Weihnachtsfrieden



Dämmerlicht und Nebelfelder
schneebedeckte Einsamkeit
wundersamer Weihnachtsfrieden
auf der sonst so lauten Welt

~ ~ ~ ~ ~

Ab und zu, man hört es kaum
geht ein Rauschen durch den Wald
und ich hör ein Glöckchen klingen
das leis zu mir herüber hallt

~ ~ ~ ~ ~

Am Waldrand steht ein kleines Häuschen
duckt sich in den tiefen Schnee
hell erleuchtet grüßen Fenster
spiegeln sich im kleinen See

~ ~ ~ ~ ~

leise fallen dicke Flocken
aus dem schwarzen Himmelszelt
und so geh ich durch die stille
weihnachtliche Winterwelt

Angelika Stender

Elogie




Des Jahres vorletzter Monat hat begonnen
Vorbei der Sommer voller Wonnen
Auch der Herbst nun langsam zu Ende geht
Es ist halt im Jahr mal wieder sehr spät


~ ~ ~ ~ ~

Doch ist das kein Grund, um traurig zu sein
Gemütlich zu Hause - vielleicht auch allein
Der Ofen knistert oder die Heizung strahlt
Draußen ist noch alles bunt angemalt


~ ~ ~ ~ ~

Jetzt kommt die Zeit für Besinnlichkeit
Die Zeit der Tannenzweige und Kerzen
Und dann ist der Frühling nicht mehr weit


~ ~ ~ ~ ~
 
Den viele erwarten mit Sehnsucht im Herzen

lass deinen Gedanken ihren Lauf
nimm des Herbstes Farbenvielfalt in dir auf
sieh der November hat nicht nur Schattenseiten
auf seine Art  zeigt er dir seine  Schönheiten.

Novemberwinde



Jetzt pöbeln die Novemberwinde
Aufs Neue herzlos durch das Land
Die Windsbrautbrut und ihr Gesinde
Sind wieder außer Rand und Band.

Die Dichter treibt es nun in Scharen
Durch die Alleen hin und her
Und ich durfte es auch erfahren
In mir novembert es schon sehr.

Der Winter steht nun unerläßlich
Vor mir und meines Lebens Tür.
Jetzt wär ich wirklich gern vergeßlich.
Das bin ich - nur nicht jetzt und hier.

Melancholie. November eben.
Die Sonnenstunden werden knapp.
Grad übte man sich noch im Schweben
Nun stürzt man mit den Blättern ab.

Man könnte sich aufs Schlittschuhfahren
Und auf Kastanienfeuer freuen
Würden nicht nach so vielen Jahren
Gewisse Depressionen dräuen.

Man könnte auch der Agonie
Mit Übermut den Rücken kehren
Mit Festen und mit Räuschen, die
Gewisser Reize nicht entbehren.

Nur kennt man das schon allzu gut
Man hat sich so oft abgelenkt.
Es faßt im Frühling der nur Mut
Der sich im Herbst auch Trauer schenkt.

Melancholie. November eben.
Der Herbst zieht in die Herzen ein.
Es gibt auch Gründe nicht zu leben
Sie müssen ja nicht triftig sein.


Konstantin Wecker

Dienstag, 22. November 2016

Freundschaft





Freundschaft ist ein großes Wort...Wie kann man so etwas erklären;
Ein Gefühl so wunderbar, durch niemand zu zerstören; Mit
F-am Anfang, steht für mich das füreinander streben, das
R- heißt jederzeit Respekt den anderen zu geben, Und das  

E- das steht für Ehrlichkeit; hat einen großen Wert, soll
U- wie unbedingt bestehen, weil es den Menschen ehrt,
fast mittendrin im großen Wort hat man das
N- geschrieben es soll immer dafür stehen, sich niemals zu belügen. Ein
D- so groß wie Dankbarkeit muss auch eine Rolle spielen. Auch
S- wie Sicherheit und Schutz soll ein jeder fühlen. Das
C- das heißt Charakterstark; ist auch nicht immer leicht.Ist man
H- wie Herz dabei dann hat man was erreicht. Das
A- das fast am Ende steht. will ich für Achtung setzen, und
F- wie fair und Recht zu sein, den anderen zu schätzen.
T- wie Treue nun am Schluss und das Gefühl auch geben;
heißt Freundschaft, Glück und Zuversicht für ein ganzes Leben.



Montag, 21. November 2016




Alterskapriolen
da ich heute 60 geworden bin denk ich an:
Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an,
weil vorher bei der Arbeit, man sie nicht haben kann.
Mit 66 Jahren, fahren viele nur noch Bus,
so denkt man-  aber bei mir ist dann lange noch nicht Schluss.
Mit 77 Jahren gründe ich ne Rentnergang,
wenn ich den Humpen hebe, kneift etwas mein Gelenk.
Mit 77 Jahren, steh ich noch voll im Saft
und  Oma, mitte Dreißig, erscheint mir so geschafft.

Mit 88 Jahren, vergold ich mein Gebiss,
dann ist ein Dressman-Lächeln, mir sicher noch gewiss.
Mit 88 Jahren, steh ich mit Pils am Pool
und sage: meine Harley, die ist so supercool.

Mit 99 Jahren, geh ich ins Altersheim,
denn meine Pediküre, die muss gesichert sein.
Mit 99 Jahren, die Pflegerin ist mit mir im Stress,
weil ich beim Harley fahren, den Helm so oft vergess.

Mit 107 Jahren, die Technik ist soweit,
dann können Harleys fliegen; ich bin noch nicht gescheit.
Mit 107 Jahren, gönn ich mir Doppelherz,
das wirkt verdünnt mit Wodka, auch gegen Rückenschmerz.

Mit 113 Jahren, dann nenn ich mich Fossil,
denn langsam wird mein Alter, mir wohl dann doch zu viel.
Mit 113 Jahren, schreib ich mein Testament,
damit man meine Weisheit, im Alter auch erkennt.

Mit wievielhundert Jahren, bin ich denn wohl verfault?
Und wieviel Harley-Händler, hab ich bis dann vergrault?
Mit wievielhundert Jahren, sag ich der Welt Goodbye?
Ich sag euch allen heute, es ist mir einerlei......

Sonntag, 20. November 2016





Das Schloss der Väter


 Ich träum' als Kind mich zurücke,
Und schüttle mein greises Haupt;
Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder,
Die lang' ich vergessen geglaubt?

Hoch ragt aus schattigen Gehegen
Ein schimmerndes Schloss hervor,
Ich kenne die Türme, die Zinnen,
Die steinerne Brücke, das Tor.

Es schauen vom Wappenschilde
Die Löwen so traulich mich an,
Ich grüße die alten Bekannten
Und eile der Burghof hinan.

Dort liegt die Sphinx am Brunnen,
Dort grünt der Feigenbaum,
Dort hinter diesen Fenstern
Verträumt' ich den ersten Traum.

Ich tret' in die Burgkapelle
Und suche des Ahnherrn Grab;
Dort ist's, dort hängt vom Pfeiler
Das alte Gewaffen herab.

Noch lesen umflort die Augen
Die Züge der Inschrift nicht,
Wie hell durch die bunten Scheiben
Das Licht darüber auch bricht.

So stehst du, o Schloss meiner Väter
Mir treu und fest in dem Sinn,
Und bist von der Erde verschwunden,
Der Pflug geht über dich hin.

Sei fruchtbar, o teurer Boden,
Ich segne dich mild und gerührt,
Ich segne ihn zwiefach, wer immer
Den Pflug nun über dich führt.

Ich aber will auf mich raffen,
Mein Saitenspiel in der Hand,
Die Weiten der Erde durchschweifen
Und singen von Land zu Land.


Adelbert von Chamisso 


Samstag, 19. November 2016

Der Zauberer





Wärst du ein Zauberer, dann gäbs nur Sonnenschein.
Wärst du ein Zauberer, wär` niemand mehr gemein.
Wärst du ein Zauberer, ein Zauberer, ein Zauberer, ein Zauberer
dann würden alle Menschen Freunde sein.

In jedem Haus wären hundert Zimmer mit einem Fernsehapparat.
Deine Eltern würden niemals sterben
hätten immer Zeit und Rat.
Aus dem Brunnen käm` statt Wasser Cola, Limo, Apfelsaft.
Was dein Herz sich nur erträumte wäre wahr durch Zauberkraft.

Wärst du ein Zauberer, dann gäbs nur Sonnenschein.
(und Hunger hätte keiner)
Wärst du ein Zauberer, wär` niemand mehr gemein.
(die Großen wären kleiner)
Wärst du ein Zauberer, ein Zauberer, ein Zauberer, ein Zauberer
dann würden alle Menschen Freunde sein.

Es würden keine Fäuste fliegen und keinem Menschen ging es schlecht.
Das Gute würde spielend siegen, jedes Lächeln wäre echt.
Im Winter gäb es genügend Schnee und trotzdem wärs gemütlich warm.
Und niemand würde reich geboren und niemand würde arm.

Refrain: Wärst du ein Zauberer, dann gäbs nur Sonnenschein….

Doch wird ein Zaubertrick dir nicht geschenkt
das kostet mehr Zeit als sich mancher denkt.
Zehn Jahre sucht man nach dem Tuch, und fünfzig nach den Zauberbuch.
Und bis man es gelesen hat ist man gebrechlich, alt und matt.
Den Zauberkurs von A-Z beherrscht man nicht mal als Skelett.
Doch mein Sohn versucht im Leben das Zaubern niemals aufzugeben.

Wie einst im Mai

Stell auf den Tisch die duftenden Reseden,
die letzten roten Astern trag herbei
und lass uns wieder von der Liebe reden
wie einst im Mai.

Gib mir die Hand,dass ich sie heimlich drücke
und wenn man`s sieht,mir ist es einerlei,
gib mir nur einen deiner süßen Blicke
wie einst im Mai.

Es blüht und funkelt heut auf jedem Grabe,
ein Tag im Jahre ist den Toten frei.
Komm an mein Herz,
dass ich dich wieder habe,
wie einst im Mai.

Hermann von Gilm zu Rosenegg

Ein treuer Freund




Ein Mensch gilt auf der Welt als gut,                         
solange  er  nichts  Schlimmes  tut.                            
Tut  er  es  doch  -  und  hat  viel  Geld,                      
hat er die meisten Freunde auf der Welt.                 

Verliert  er  später  dann  die  Kohle,                         
bleibt ihm kein Haus, kein Pool, - nur mehr die Sohle,
dann  sind  die  Freunde  schnell  verschwunden.       
Was bleibt, - sind dann nur Freundschaftswunden.   

Nur ein Mensch bleibt, den man kaum kannte,           
der  nicht  trotz  Armut  schnell  verrannte.             
Er ist der beste aller Freunde, - der in aller Zeit,   
ob reich, ob arm, zur Hilf' und Stütze ist bereit.      

Ein wahrer Freund, bringt dir trotz Leid,                  
viel  Licht,  viel  Glück  in  dunkle  Zeit.                       
Verliere lieber Mensch, - trotz allem Geld,               
die Übersicht der wahren Freunde nicht,                   
                          - auf dieser Welt.

Donnerstag, 17. November 2016

Die 4 Jahreszeiten




Vivaldi schrieb eine Komposition über sie:

Die vier Jahreszeiten
Der Winter, der Schnee bedeckt die Berge.
Auch das Märchental, der sieben Zwerge.
Das Gras, vom strahlendem Weiß umsäumt.
Der Bär in seiner Höhle, im Schlaf träumt.
Fenster sind von Eisblumen reich verziehrt.
Kaum zu glauben, doch der Winter fasziniert.

Dann folgt das Frühjahr, tappst langsam ran.
Ein jeder fühlt es, gleich ob Frau, oder Mann.
Die Vögel, die trällern ihre schönsten Lieder.
Erste Sonnenstrahlen, Blumen kehren wieder.
Das Feelein, aus dem Elfental, ist am tanzen.
An allen Ecken, entstehen Frühlingsromanzen.

Der Sommer erscheint, im schönstem Glanze.
Alles wächst und blüht, Farbenspiel der Pflanze.
Der alte Drachenkönig, legt sich in die Sonne.
Alles genießt die Wärme, was für eine Wonne.
Andrang herrscht, ein jeder will im See baden.
Braungebrannt vom Gesicht, bis zu den Waden.

Dann die ersten Blätter fallen, der Herbst zieht ein.
Die Bauern holen nun, die erwartete Ernte herein.
Die Koboldschar, vergnügt ums Lagerfeuer sitzt.
Regentropfen, kristallend  klar, auf die Erde spritzt.
Manch einer in der Kammer, hat ein Buch zur Hand.
So ziehen immer wieder die Jahreszeiten durchs Land.

von Vivaldi

Indianische Weisheit




Der Große Geist wohnt in allen
Alle Tiere haben die Mächte in sich,

denn der Große Geist wohnt in allen,
auch in der kleinsten Ameise,
in einem Schmetterling,
 auch in einem Baum,
 in der Blume und in einem Felsen.
Die moderne Zivilisation des weißen Mannes
hält diese Mächte von uns fern und verwässert sie.

Um sich der Natur zu nähern, ihre Kraft zu spüren,

sie helfen zu lassen, braucht man Zeit und Geduld.
Zeit um nachzudenken und alles herauszufinden.
Ihr habt so wenig Zeit, um in euch zu gehen -
ihr seid immer in Hetze, Hetze, Hetze.
Dieses Hetzen und Hinterherlaufen verkürzt das Leben.
Petaga Yuha Mani (
Sioux
)

Mittwoch, 16. November 2016

Wochenmitte






Zur Wochenmitte nun dieses Gedicht:
An Neugier hab ich nie gelitten,
drum in der Schule Jahr für Jahr,
saß ich als Letzter unumstritten,
weil ich nie wissbegierig war.
Die andern plagten sich indessen,
Ich dacht nicht nach, kam nicht in Schweiß,
was man nicht lernt, wird nicht vergessen.
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Mir macht kein Kreuzworträtsel Kummer
wozu die Lösung voller Qual?
Die steht ja in der nächsten Nummer
und steht se nicht, ist‘s auch egal.
Wenn ich 'nen guten Wein bestelle,
frag ich nie vorher nach dem Preis.
Erst trink ich ihn auf alle Fälle -
was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Muss ich was Zweifelhaftes kauen,
verspür ich keinen Wissensdurst.
Ich hab selbst zu 'ner Wurst Vertrauen -
das, was da drin ist, ist mir Wurst.
Mich macht kein Ragout Fin beklommen
und beim Genuss des Hühnereis,
da frag ich nicht, woher 's gekommen -
was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Wie alt 'ne Frau, war nie mein Eifer,
macht ich mit ihr 'nen Seitensprung,
Frauen altern nicht, die werden nur reifer,
solang 'se lieben, sind se jung!
Ich fragte nie 'nen Herzensfalter:
„Wie ist dein Alter? Schnell, beweis!"
Ich frug nicht mal: „Wo ist dein Alter?"
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Ich hab ne Frau von leichtem Blute,
drum, reise ich mal, meld‘ ich genau
die Rückfahrtszeit auf die Minute
und danach richt‘ sich meine Frau.
Dann springt se schon, sobald ich nah bin -
ich komm‘ nie plötzlich von der Reis.
Dann ist se treu - sobald ich da bin...
Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

So schau ich mild auf alle Tücken,
drum brauch‘ ich, geh‘ ich einst zur Ruh,
nur noch ein Auge zuzudrücken,
das andre drückt ich hier schon zu.
Schlaf lächelnd ein auf meinem Sitze,
lass mich verbrennen sanft und leis‘,
komm trotz der Hitze nicht in Hitze,
was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Montag, 14. November 2016

Herbstgedanken



NOVEMBER ach dieser Monat
Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor...
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.
Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Der Friedhof öffnete sein dunkles Tor.
Die letzten Kränze werden feilgeboten.
Die Lebenden besuchen ihre Toten.
In der Kapelle klagt ein Männerchor.

Was man besaß, weiß man, wenn man's verlor.
Der Winter sitzt schon auf den kahlen Zweigen.
Es regnet, Freunde. Und der Rest ist Schweigen.
Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Erich Kästner

Sonntag, 13. November 2016

November


November
Du gehst so trostlos durch die Zeit
und doch stürmst du mit Macht herbei.
Du trägst ein dunkelgraues Kleid,
hast Regen, Trauer mit dabei.

Auf dem Geäst schwingt buntes Laub,
der Oktober hat es dir geschenkt.
du wirfst dem Sturm sie vor zum Raub
bis der Tod sie auf die Erde drängt.

Die Gräber deckst du zu mit Laub.
Der Wind bei dir kommt nicht zur Ruh.
Auf deinem Kleid klebt alter Staub.
Selbst die Sonne lässt du nicht zu.

Den Regen treibst du übers Land,
Die Tannen beugen sich der Macht.
Den Sturm hast du aufs Feld verbannt.
Dein Bruder Tod, im Lande erwacht.

Wenn du die Herrschaft übergibst,
ist kahl und öde unsre Welt.
Vorbei die Macht die du so liebst.
November jetzt die Herrschaft hält.

Autor : Hausmann

Samstag, 12. November 2016

Witze





...Der Lehrer erklärt im Deutschunterricht, dass die Vorsilbe " un " meist etwas negatives bezeichnet. Er nennt Beispiele: "Ungehorsam, Unsitte, ungezogen. untreu, ungeheuerlich, Unfrieden ... Wer kann mir noch ein Beispiel nennen?" ... "Unterricht, Herr Lehrer."...

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...Im Religionsunterricht fragt ein Schüler:"Herr Pfarrer, was ist denn die Apokalypse?" ... Darauf antwortet der Pfarrer:"Das ist der Weltuntergang. Der Sturm wird die Dächer wegfegen, Flüsse werden über die Ufer treten und Blitz und Donner wird über die Menschheit hereinbrechen!" ... Der Schüler fäng an zu grinsen und reibt sich die Hände. ... "Ja, warun freust du dich denn darüber?", fragt der Pfarrer. ... Darauf der Schüler:"Na, bei dem Sauwetter dürfen wir doch bestimmt zu Hause bleiben."...

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... Am Anfang der Klausur sagt der Professor : " Sie haben genau zwei Stunden Zeit. Danach werde ich keine Arbeiten mehr annehmen. " ... Nach zwei Stunden ruft der Professor : " Schluss, meine Damen und Herren ! " ... Trotzdem kritzelt ein Student wie wild weiter ... Eine halbe Stunde später, der Professor hat die eingesammelten Arbeiten vor sich liegen, will auch der Letzte sein Heft noch abgeben, aber der Professor lehnt ab. ... Bläst sich der Student auf: " Herr Professor! Wissen Sie eigentlich, wen Sie vor sich haben? " ... " Nein ... ", meint der Professor. ... " Grossartig, sagt der Student, und schiebt seine Arbeit mitten in den Stapel. ...


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Freitag, 11. November 2016

November





Novembertage
Triste Tage machen den November noch trüber,
manches Herz läuft dabei vor Kummer über.
Lass dich nicht dadurch versinken in ein Tief,
stecke dich nicht davon an mit einem Seelenmief.

Vermeide die Dunkelheit und suche das Licht,
denke an schöne Dinge und vergiss es nicht.
Mache in deiner Welt den Alltag etwas bunter,
halte deine Psyche frei, das macht dich munter.

Denke das Naturleben braucht zum Ruhen Zeit,
mache mit und öffne dich und deine Seele weit.
Denn auch bei den vielen tristen Wettertagen,
kannst du jeden Tag einen neuen Anfang wagen.



Donnerstag, 10. November 2016

St. Martin

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Roß, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee, da saß ein armer Mann,
hat Kleider nicht, hat Lumpen an.
„O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!“.

Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Roß stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Mittwoch, 9. November 2016

Der November tut mir leid


Er lässt oft kalte Tage regnen
Kann nie das Land mit Blüten segnen
Trägt immer nur ein abgewetztes Kleid
Ach, der November tut mir leid

Gern wär ein jeder von seinem Grau befreit
Von allen Monatskindern hat er das hässlichste Kleid
Er ist ein armer sonnenloser Wicht – er tut mir leid
wenn er  uns erfüllt mit seiner Traurigkeit

Doch seid ehrlich er verdient mehr Achtsamkeit
Er schleppt vom Jahr die allerschwerste Bürde
Mit seiner standhaft strengen Würde
ist er ein großes Beispiel an Bescheidenheit


~ ~ ~ ~ ~ 

In trauter Verborgenheit

Ade,ihr Sommertage,
wie seid ihr so schnell enteilt,
gar mancherlei Lust und Plage
habt ihr uns zugeteilt.

Wohl war es ein Entzücken,
zu wandeln im Sonnenschein,
nur die verflixten Mücken,
mischen sich immer darein.

Und wenn wir auf Waldeswegen,
dem Sange der Vögel gelauscht,
dann kam natürlich ein Regen,
auf uns hernieder gerauscht.

Die lustigen Sänger haben,
nach Süden sich aufgemacht,
bei Tage krächzen die Raben,
die Käuze schreien bei Nacht.

Was ist das für ein Gesause,
es stürmt bereits und schneit,
da bleiben wir zu Hause,
in trauter Verborgenheit.

Kein Wetter kann uns verdrießen,
mein Liebchen,ich und du,
wir halten uns warm und schließen,
hübsch feste die Türen zu.


Wilhelm Busch 


Eine kleine Reise

Nimm schnell meine Hand,
wandeln wir durch`s Weihnachtsland.
Zum Christkind will ich dich führ`n,
um Frieden und Ruhe zu spür`n.
Fliegen wir an Stenen vorbei,
nur du und ich,wir zwei.
Mit dem Schlitten weit,
durch die winterliche Zeit.
Der Wald rauscht heute sachte,
als ob er ans Christkind dachte.
Von fern geheimnisvolle Glocken,
sie rufen,sie locken.
In ein Land voll Märchen und Magie,
Ziel der Sehnsucht,der Phantasie.
Leider vergeht die Zeit so schnell,
in der die Kerzen leuchten hell.
Halt inne,nicht geschwind,
endlich Weihnachten,ruft der Wind.

Gedanken




Der richtige Zeitpunkt
um jemanden den Rücken
zuzuwenden ist gekommen,
wenn man ihm
 in die Augen schaut
und nicht mehr zwischen
Wahrheit und Lüge
unterscheiden kann.






Man braucht keinen Grund um zu gehen,

wenn man keinen mehr hat um zu bleiben.




Jemanden zu lieben,

der nicht zurück liebt,

ist wie auf ein Schiff zu warten,

am Flughafen.