Herbststürme
Draußen stürmt und pfeift im Herbst der Wind,laut,fast ächzend,drohend,ungebrochen.
In dir kommt hervor das kleine Kind,
das sich gerne hätt`verkrochen.
Die Gedanken fliegen meilenweit,
mit den grauen Wolken in die Ferne.
Tief in die vergang`ne Jugendzeit,
draußen funkeln wieder Mond und Sterne.
Deine Hülle ist verbraucht und alt,
schwächlich zitternd,kraftlos deine Glieder.
In dir drinnen ist es bitterkalt
kommt die Seelenwärme nimmer wieder?
In der Jugend war es für dich nicht schwer,
unerschöpflich deines Geistes Quell.
Munter,fröhlich stapfest du umher,
treibst wie auf des Glückes starker Welle.
Vieles hast du seither schon gesehen,
Freude,Liebe,Schmerzen,Not und Kummer.
Musstest häufig in der Mitte stehen,
einsam lebst du nun,wirst immer stummer.
Zwingen kannst du nicht,vergang`nes Glück,
deine alten Träume sind zerschlissen.
Kehr`ins Heute lieber schnell zurück,
schau ins Morgen weniger verbissen.