Dienstag, 28. Februar 2017

Aschermittwoch






Aschermittwoch
Wir haben geschunkelt,
und gelacht,
es wurde gehüpft, gesungen
bis weit nach Mitternacht.

Mit Helau und Wumtata
zogen wir durch den Saal.
Bützchen hier und Bützchen dort,
wohl tausendmal.

Ob Cowboy, ob Mariechen,
man findet alles hier.
Bunte Röcke, große Hüte
und Nasen aus Papier.

Prinz Karneval kann nur noch krächzen,
seine Stimme ist verbraucht,
hatte jeden Tag 'nen Auftritt,
jetzt ist er ganz geschlaucht.

Anders geht's den jungen Funken.
Sie tanzten ohne Unterlass,
schwangen graziös die Beinchen
und hatten großen Spaß.

Das alles schenkte uns der Karneval,
brachte drei tolle Tage.
Am Aschermittwoch sind sie vorbei
die Freud' und Katerplage.


Montag, 27. Februar 2017

Ein toller Tag



Ein toller Tag
Ein Mensch erschrickt, und ihm wird klar:
Mensch heute ist doch Karneval.
Dann sucht er, Mensch ich krieg’ die Motten,
Im Keller Karnevalsklamotten.

Der Hut ist alt, aus Opas Schrank,
Das Nachthemd, längs gestreift, macht schlank.
Ein bunter Schal noch um den Hals,
Denn Karneval ist’s immer kalt.

Damit man sein Gesicht nicht sieht,
Er einen Strumpf sich überzieht.
Zwei Augen schlitzt er noch hinein,
Ein Loch fürs Nasenbein muß sein.

Zwei Socken dann, links grün, rechts rot,
So zieht der Mensch als Jecke los.

Es stürzt der Mensch sich ins Getümmel,
Als Jeck verklärt, als Mensch verstümmelt.
Doch ihn schert es nicht, denn dieser Tag,
Ist einmal nur in jedem Jahr.

So singt und swingt und trinkt der Mensch,
Versäuft vielleicht sein letztes Hemd,
Und wankt nach Haus - sonst braver Vater -
Mit schiefem Gang und Faschingskater.
Am Mittwoch ist es dann vorbei.
Zurück im Alltagseinerlei,
Erkennt der Mensch sehr rasch: das war’s
Nicht viel und doch, er hat’s gewagt.

Das hält ihn fit und gibt ihm Kraft;
Denn nächstes Jahr, genau um acht,
Wird dieser Mensch erneut sich fragen,
An einem der drei tollen Tage:

Soll ich als Mensch mich neu verstümmeln,
Und mich in dem Getümmel lümmeln,
Und trinken, swingen und auch singen,
Erneut den Kater heimwärts bringen?

Weil er sich doch am besten kennt,
Wird er es tun; denn Mensch bleibt Mensch.
Und deshalb sei auch Euch gesagt,
Vergesst des Alltags Last und Plag’.

Seid fröhlich, lustig, spritzig, heiter;
Denn Lebensuhren gehen weiter.
Der nächste Morgen kommt bestimmt,
Weil er heut' schon das Gestern nimmt.

Und auch am Ende ist Euch klar,
Dass morgen längst schon gestern war.
So ist und war es allemal
Und nicht zuletzt im Karneval.

© Wolfgang (WoKo) Kownatka
(*1938), deutscher Luftwaffen-Offizier,
 NATO-Pressestabsoffizier
 



Sonntag, 26. Februar 2017

Rosenmontag




Karneval in vollem Gange
Es wird geschunkelt und gelacht
Mir wird doch dann wohl etwas bange
Was mancher denn dann wieder macht
wenn er dann verlässt den Saal
Ist er weiter fröhlich oder kommt allemal
der Alltag schnell zu ihm zurück
Begleitet Frohsinn ihn ein Stück?

Man sitzt meistens eng zusammen
hakt sich auch derweilen ein
Mit den Künstlern die da kamen
singt manch frohes Liedelein.
Ich wünsche mir, ein kleines Lächeln
kleidet morgen noch manch´ Gesicht
Oder werden sie dann wieder hecheln
Mit allen gehen ins Gericht?

Ach wie schön sind ein paar Stunden
Die man hat verbracht so froh
Und ich wünsch, in manchen Runden
Bleibt es oft und gerne so.
Steigt da einer in die Bütt
Und sagt: et kütt ja wie et kütt
Dann hat er recht und ich möchte sagen
Seid froh, nicht nur an Narrentagen.





Samstag, 25. Februar 2017

FASNET, FASCHING, KARNEVAL . . .







FASNET, FASCHING, KARNEVAL . . .
Welch ein Trubel in den Gassen.
Farbenfroh das Narrenkleid.
Die Gesichter hinter Masken.
Ausgelass´ne Faschingszeit.

Entlang des Rhein´s, tief drin im Schwarzwald.
Narri Narro, - Alaaf,- Helau!
Im Treiben tummelt sich die Menschheit,
vom Reichen bis zur armen S . . !

Konfetti, kiloweise Bonbons.
Girlanden, Freibier, goldener Wein.
Das Rasseln vieler tausend Schellen.
Auch Büttenreden müssen sein.

Guggamusik, Tanzmariechen.
Geschmückte Säle brechend voll.
Tanz bis in den frühen Morgen.
Gardemädchen hübsch und toll.

Elferrat und coole Sprüche,
von Politik und Glaubenssinn.
Skurrile Hexen, schöne Maderl
und Fasnetküchla mittendrin.

Perücken und gar reichlich Schminke.
Männerballett und Fastenzeit.
D´r schmotzige Dorschdich, d´r Elfte Elfte.
Für alle rundum Heiterkeit.

Der Narrenbaum und des Kräuterwieble.
Der Schellengürtel, der Rathaussturm.
Beim Narrentag, der große Umzug,
zieht durch die Stadt als bunter Wurm.

Weiberfastnacht, Brauch und Wurzeln.
Eulenspiegel, Narretei.
Schwäbisch - alemannische Fasnet.
Am Aschermittwoch isch´s vorbei!



Freitag, 24. Februar 2017

Masken



Maskera und Maskerade
biegen keinen Krummen grade
Masken rächen, sie verstecken
kleine Deppen hinter Recken
Reime dich sonst fress ich mich
Aufgesetzt ist dies Gereime
dass mein Stil hier nicht erscheine
dass mein Stil mich nicht verrate
offen soll nicht meine Karte nicht sein
darum bitte geht mir auf den Leim
Ohne Maske kein Verbrechen
von Tyrannen kein Erstechen
oder falschen Edelmannen
Ohne Maske wirkt kein Henker
in vollziehender Gewalt
Ohne Maske ist kein Denker
gibt er seinem Wort Gestalt
Ohne Bilder in den Worten
ohne Farbe im Gesicht
langweilt man sich allerorten
und Theater gibt es nicht:
Maskerone ist die Krone
auf dem Haupt des Sonnenkönigs

Donnerstag, 23. Februar 2017

Maskerade


Im Karneval, da hab' ich mich
Recht wohlfeil amüsiert,
Denn von Natur war ich ja schon
Fürtrefflich kostümiert.
Bei Maskeraden konnt' ich so
Passieren frank und frei;
Man meinte am Entree, dass ich
Charaktermaske sei.
Recht unverschämt war ich dazu
Noch gegen jedermann
Und hab' aus manchem fremden Glas
Manch tiefen Zug getan.
Darüber freuten sich die Leut
Und haben recht gelacht,
Dass ich den echten Lumpen so
Natürlich nachgemacht.
Nur einem groben Kupferschmied,
Dem macht' es kein Pläsier,
Dass ich aus seinem Glase trank -
Er warf mich vor die Tür.     

Wilhelm Busch
Man nennt es schönen Lebensbrauch
zu feiern gerade oder auch
wenn einem nicht danach zumute
und man sie spürt, die Lebensrute
Denn dann erst zeigt sich in der Tat
ob man denn auch begriffen hat
was man gesehen an Fingerzeigen
im bisherigen Lebensreigen
Man kann nun mal nicht nur genießen
und ständig mit dem Strome fließen.
Will man sein Leben selbst gestalten
muss man auch mal dagegen halten
Denn dann, wenn auch nicht unriskant
wird erst das Leben interessant.
Wer nie den Gegenwind verspürt
der weiß auch nicht was er verliert
Warum ich feiere oder lache
ist im Grunde völlig nichtig
Dass ich es überhaupt nur mache
das allein ist wirklich wichtig
Wohl dem, der von sich sagen kann:
Ich halt mir eins zugute
Ich feiere meine Feste dann
wenn mir danach zumute
und nicht wenn es der Kalender sagt
so wie es mancher leider tut
Bei mir ist Frohsinn angesagt
Auch ohne Narrenhut
Wer nicht kann lachen übers Jahr
für nichts und nicht für Kuchen
der hat, das ist ja doch wohl wahr,
im Karneval auch nichts zu suchen
Der Karneval wie ich ihn mag
ist kein Ventil für dummen Frust
ich will genießen jeden Tag
zu streiten hab ich keine Lust
Ich weiß, nichts ist so einfach wie es soll
umsonst gibt es nichts auf dieser Welt
Und Karneval, das kostet wohl
so manchen sehr viel Zeit und Geld
Die Frage ist nur, wofür ich’s gebe
Einmal im Jahr Bewusstseinsschwellung
wenn es das ist wofür ich lebe
wird Karneval zur Selbstdarstellung
Ich zieh’ den Hut und mein das ehrlich
vor denen die der Spaß antreibt
die dafür sorgen unentbehrlich
dass uns der Spaß erhalten bleibt
Doch wenn schnöder Mammon ganz oben steht
wie es schon öfter war zu sehen
stellen wir fest, dass bald nichts mehr geht
Und auch das Lachen wird uns dann vergehen
liebe Grüße sendet Sera2012

Lustige Zeit

Man nennt es schönen Lebensbrauch
zu feiern gerade oder auch
wenn einem nicht danach zumute
und man sie spürt, die Lebensrute
Denn dann erst zeigt sich in der Tat
ob man denn auch begriffen hat
was man gesehen an Fingerzeigen
im bisherigen Lebensreigen
Man kann nun mal nicht nur genießen
und ständig mit dem Strome fließen.
Will man sein Leben selbst gestalten
muss man auch mal dagegen halten
Denn dann, wenn auch nicht unriskant
wird erst das Leben interessant.
Wer nie den Gegenwind verspürt
der weiß auch nicht was er verliert
Warum ich feiere oder lache
ist im Grunde völlig nichtig
Dass ich es überhaupt nur mache
das allein ist wirklich wichtig
Wohl dem, der von sich sagen kann:
Ich halt mir eins zugute
Ich feiere meine Feste dann
wenn mir danach zumute
und nicht wenn es der Kalender sagt
so wie es mancher leider tut
Bei mir ist Frohsinn angesagt
Auch ohne Narrenhut
Wer nicht kann lachen übers Jahr
für nichts und nicht für Kuchen
der hat, das ist ja doch wohl wahr,
im Karneval auch nichts zu suchen
Der Karneval wie ich ihn mag
ist kein Ventil für dummen Frust
ich will genießen jeden Tag
zu streiten hab ich keine Lust
Ich weiß, nichts ist so einfach wie es soll
umsonst gibt es nichts auf dieser Welt
Und Karneval, das kostet wohl
so manchen sehr viel Zeit und Geld
Die Frage ist nur, wofür ich’s gebe
Einmal im Jahr Bewusstseinsschwellung
wenn es das ist wofür ich lebe
wird Karneval zur Selbstdarstellung
Ich zieh’ den Hut und mein das ehrlich
vor denen die der Spaß antreibt
die dafür sorgen unentbehrlich
dass uns der Spaß erhalten bleibt
Doch wenn schnöder Mammon ganz oben steht
wie es schon öfter war zu sehen
stellen wir fest, dass bald nichts mehr geht
Und auch das Lachen wird uns dann vergehen

Karneval




Kölsche Weiberfastnacht

Weiberfastnacht - voller Freud
trifft man sich im Stammcafé.
Haben es noch nie bereut,
Frühstück mundet dort per se.
 Fröhlich Lachen rundherum.
Viele herrlich kostümiert.
Manche Biene mit Gesumm
dich zum Singen animiert.

 Siehst den Clown mit rotem Mund,
triffst die Raupe Nimmersatt.
Und heut´ bist auch du der Grund,
über den man sich lacht platt.
Wie ein Fußball siehst du aus
in dem schwarz-weiß-runden Kleid!
Und die süße Mickymaus
hält die Schere schon bereit.
Mit der schneidet sie schnipp, schnapp,
allen Männern Schlipse ab!

 Ein Fremder wird das nie kapieren,
was an diesem Tag geschehen.
Die meisten haben schon Manieren,
wie man es hier konnte sehen.

Kaffee, Sekt, Wein und kölsche Lieder
sorgen für einen schönen Morgen.
Die Service-Damen immer wieder
verscheuchen alle deine Sorgen.

Montag, 20. Februar 2017

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren


DIE FÜNFTE JAHRESZEIT!
Zeit die Masken abzustauben.
Rein ins bunte Narrenkleid.
Jetzt regiert die Fasnet wieder,
in der fünften Jahreszeit!

Diese frägt nicht nach dem Wetter,
diese ist nur einfach toll!
Diese kennt auch keine Grenzen -
grenzenlos, ganz ohne Zoll.

Auf den Straßen, in den Gassen,
tummelt sich die Narrenschar.
Und die Farben sind noch bunter -
bunter noch als letztes Jahr.

Seht die hölzernen Gesichter -
Larven sagt man in Tirol.
Manche sind ja ganz schön lustig -
andere fast grauenvoll!

Und das Treiben dieser Narren,
fängt meist zu Dreikönig an.
Geht dahin bis Aschermittwoch -
dann ist Narren - Ramadan!

Doch zuvor noch viele Tage,
die ganz ausgelassen sind.
Jubel, Trubel findet Zuspruch -
bei der Oma, wie beim Kind.

Ob im Schwarzwald, ob in Schwaben,
links und rechts vom Vater Rhein.
Überall gibt´s Narrenfeste -
und nicht einer bleibt daheim!

Doch nicht nur das lust´ge Treiben
weist auf Brauchtum Fasnacht hin.
Nein, es gibt auch ernste Seiten -
steht in meinem Buche drin.

Da will man den Winter jagen,
durch gar manchen Feuersbrauch.
Aus dem Land, mit Mordsgetöse -
bleiben soll nur Schall und Rauch.

Doch zurück zum frohen feiern -
feiert was das Zeug bloß hält!
Kurz ist sie, die Zeit des Faschings,
kurz - doch schön - die Narrenwelt.

Deshalb sei stets frohen Mutes -
geht die Fasnet auch vorbei.
Denk daran, sie kommt ja wieder,
und . . .
. . . Dein Kater bleibt Dir treu!!!

 Sera2012

Sonntag, 19. Februar 2017

Zauber


Zauberhafte Weise

Tanz mit mir im Feuerschein,
lad' die Elfen und Trolle ein!

Tanz mit mir zum Trommelklang,
die ganze liebe Nacht lang!

Sing mit mir im Mondenschein,
lad' die Sylphen und Feen ein!

Sing mit mir im Duett,
denn das finden die Wesen so nett!

Lache mit mir unterm Blätterdach,
bald schon bald sind die ersten Schrate wach!

Lache mit mir bis Glöckchen klingen,
dann tragen uns die Engel auf ihren Schwingen!

Siehst du dort den Feuerschein?
Komm uns laden die Feen und Trolle ein!

Hörst du auch den Trommelklang?
Wir werden tanzen, die ganze Nacht lang!

Siehst du hell den Mondenschein?
Uns laden die Sylphen und Feen ein!

Hörst du ihr himmlisches Singen?
Lass uns vereinen unsere lieblichen Stimmen!

Lausche und horche - die Schrate sind wach!
Sie schützen uns, unter rauschendem Blätterdach!

Leise nun - die Glöckchen klingen!
Da kommen sie die Engel und tragen
uns hinfort auf ihren Schwingen!

 Sera2012

Samstag, 18. Februar 2017

Lebenswege


Lebenswege sind  oft hart und steinig,
auf der Strecke gibt es kein Versteck,
auch Gelehrte sind sich darüber einig,
niemand kehrt uns die Steine weg.

Selber muss man für Ordnung sorgen,
jeder ist sein Lebensglückes Schmied,
manches Leid liegt tief verborgen,
das im Voraus noch keiner sieht.

Auch Glück kreuzt oft den langen Weg,
man muss es nur schnell erhaschen,
das Beste ist ein Zaun mit Steg,
sonst schlüpft es durch die Maschen.

Häufig geht auch viel daneben,
weil man den Stolperstein nicht sieht,
dann ist die Strecke wieder eben,
und von vorn beginnt das alte Lied.

 Sera2012

Freitag, 17. Februar 2017

Grippezeit

Man sagt zur Grippezeit,
bleibe zu Hause, das ist gescheit.
Meide große Menschen Massen,
sonst ruinierst die Krankenkassen.
So hört man es auch im Radio,
ich sage dir, das ist nicht so.
Das Telefon hatte es in sich,
es barg Gefahren auch für mich.
Einmal klingelte das Telefon,
ich hörte einen verschnupften Ton.
Was soll ich viel sagen,
ich musste ständig fragen.
Wie, was hast du gesagt?
So habe ich immer gefragt.
Ich kann es heute noch nicht sagen,
was er mir vor getragen.
Er nuschelte mir ins Ohr,
mir kam alles spanisch vor.
Eines kann ich dir empfehlen,
gib Acht, bist du beim Wählen.
Lange Rede, kurzer Sinn,
ich wußte nicht in welcher Gefahr ich bin.
Ob Telefon, ob Menschmassen,
es ist gesprungen wie gehupft,

am andern Tag war auch ich verschnupft


@ Sera2012

Donnerstag, 16. Februar 2017

Traumwelt

 
Mein Zauberwald

Komm mit mir in den Zauberwald
wo wunderschön Musik erschallt,
dort man sich keine Sorgen macht,
man ist nur glücklich tanzt und lacht.
Komm reich mir einfach deine Hand,
denn er ist schön mein Zauberwald!

Ein Pilzhut dient uns hier als Tisch,
drauf breiten wir ein Decklein frisch.
An Beeren auf Sauerampferblatt,
da essen wir uns richtig satt.
Und als Getränk tut richtig gut,
Honig serviert in Eichelhut!

Auch Musikanten warten schon,
die Grille zirpt den ersten Ton,
alle stimmen fröhlich ein
dieses Konzert gilt uns allein!
Wir tanzen, wirbeln durch die Luft
atmen den süßen Blumenduft.

Glaub es erwartet uns viel Spaß,
wir springen barfuß durch das Gras.
Die Grashalme sie wippen kaum,
den wir sind leicht wie Gänseflaum.
Haben wir uns dann ausgetobt
werden die Gastgeber von uns gelobt!
Der Weg nach Hause fällt gewiss schwer
doch was soll`s, wir kommen ja bald wieder her!

@ Celine Rosenkind

Mittwoch, 15. Februar 2017

Die Ware




Die Zeit
Momente kommen und vergehen,

die Zeit ist da, man kann´s nicht sehen.
Die Erde dreht sich und sie zeigt,
die Nacht beginnt, der Tag sich neigt.

Das ist die Zeit, sagt man, und meint,
dass sie uns nur als Nichts erscheint.
Doch überall, an jedem Ort
läuft die Zeit uns einfach fort.

Denn Zeit ist alles, ja, Zeit ist Leben,
die Zeit kann Mut und Kraft uns geben.
Man sollte ihr Beachtung schenken
und bewusst mal an sie denken.

Minuten, Stunden, Wochen, Jahre,
Zeit ist Geld, doch keine Ware.
Man kann sie messen, doch nicht kaufen,
und ganz schnell ist sie abgelaufen.

Sie ist kostbar und viel wert,
das hat sie uns selbst gelehrt.
Nutzen soll man sie und ehren,
denn sie kann sich nicht vermehren.

Jeder Mensch hat seine Zeit,
doch das heißt nicht Unendlichkeit.
Für manche ist das Geld nur wichtig,
für andere der Reichtum nichtig.

Ob Macht, ob Liebe, Freundschaft, Geld,
man ist nur einmal auf der Welt.
Die Zeit ist edel, lebe sie,
denn wann sie endet, weiß man nie.


Dienstag, 14. Februar 2017

Mein Kater


Gar selten muss ich meinen Kater rügen,
Zu ähnlich ist was wir so tun.
Mäuse jagen sein Vergnügen
Wörterjagd lässt mich nicht ruhn.

Lieber als das Geld der Welt
Will mein Geist in Büchern weiden
Kater tut solange was ihm gefällt
Ohne mir die Lust zu neiden

Schön ist es und auch so gut
Dass wir beide sind nicht blind
Jeder froh ist was er tut
Wenn wir dann zu Hause sind

So oft fällt ein Nagetier
Meinem Kater in die Kralle
Genau so geht manch Gedicht mir
In die nicht gestellte Falle.

Stur hält er das Loch im Blick
Lüstern, listig schlau und scharf
An des Wortes groß Geschick
Sich mein Geist versuchen darf

Kommt die Maus dann aus dem Loch
Glücklich ist dann mein Kater doch
Oh wie ist mir danach  zumut
Wenn das Gedicht wird meist gut

Ja so gehen ohne Ungemach
Ich und Kater mein Gevatter
Gerne unserm Handwerk nach
Ich hab meines, seins der Kater

Stetes Üben Tag und Nacht
Kater hat´s zum Meister bracht
Ich dagegen Schicht um Schicht
Versuch zu wandeln Dunkelheit in Licht

 copyright by Sera2012



Valentin




Zum Valentinstag
 
 Ein Blumenstrauß spricht gar viele Worte,
drückt sich aus durch seine Blumensorte!
So bringt den Frühling ein Tulpenstrauß,
in gelber Farbe, in ein schmuckloses Haus.

Zum Valentinstag schenkt man Blütentriebe,
um zu erneuern Freundschaft und die Liebe.
Heckenveilchen verbreiten lieblichen Duft,
künden in "Blau" von der milden Maienluft.

Ein Fliederstrauß der Kinder zum Muttertag
soll "Mama" entschädigen für Müh' und Plag.
Schenkt dann ein Freund Vergissmeinnicht,
heißt das immer: "Bitte vergiß mich nicht!"

Reich blühende Apfelzweige in der Bodenvase
erinnern an eine blütengesäumte Landstraße.
Der erste bunte Wiesenstrauß aus Kinderhand
verzaubert manche unserer Mütter im Land.

Er kann bestehen aus lilafarbenem Fingerhut.
mit weißen Margeriten macht er sich immer gut;
dazwischen ein paar Gräser zur Auflockerung
oder auch einen kräftigen Sauerampferstrunk;

vielleicht noch etwas vom Gelb des Hahnenfuß' -
dann wird daraus für das Auge ein echter Genuß.
Kornblumen grüßen von wogenden Getreideähren,
zarte tiefrote Mohnblumen Kurzlebigkeit lehren.

Zum Geburtstag dürfen Blumen nicht fehlen -
manchmal fällt es schwer, diese auszuwählen.
Als Tischschmuck eignet sich ein Blumengebinde,
das spürte vielleicht eines anderes Landes Winde.

Der Brautstrauß schmückt erst richtig die Braut,
vielleicht aus Rosen, Fresien und Schleierkraut,
oder aber aus Maiglöckchen und edlen Orchideen,
wie auch immer - er wird sicher einzigartig schön.

Ein Rosengebinde von Herzen zum Hochzeitstag
soll immer von neuem sagen, daß man sich mag.
Aber auch Blumen, spontan mitten im Jahresablauf,
nimmt jede Frau von ihrem Mann gerne in Kauf.

Zur Geburt bringt "Papa" Blumen ins Krankenhaus,
ist ganz stolz über die Geburt seiner "kleinen Maus".
Ein Sträußchen Blumen erfreut auch am Krankenbett,
soll sagen, daß man den Kranken lieber zuhause hätt'.

Weihnachtlich grüßen knallrote Weihnachtssterne
auf Postkarten oder durch Fleurop Freunde in der Ferne.
Ein bunter Laubstrauß flüstert: "Der Herbst zieht ein;
die Tage werden bald kürzer, die Abende länger sein."

Eine Rose nach einem Streit bedeutet: "Bitte verzeih!
Nimm Dir doch heute Abend wieder für mich frei!"
Dunkelrote Pfingstrosen neben Kerzen auf dem Altar
künden vom Pfingstwunder, das einst Wirklichkeit war.

Blumen - obwohl sie verkörpern das Leben pur -
weisen sie uns doch auch der Vergänglichkeit Spur.
Ein letzter Blütengruß im Kranz an ein liebes Herz:
"Danke!" zurück bleiben Wehmut, Trauer, Schmerz.

 Siglinde Seiler


Engel


Engel umschweben uns,
Wo wir auch gehn,
Engel umgeben uns,
Wie wir uns drehn.
Doch wir erkennen sie
Nicht in dem Licht,
Und zu benennen sie
Wissen wir nicht.

Selber zu blenden uns
Scheinet der Glanz,
Wir von ihm wenden uns
Halb oder ganz.

Aber nun haben wir
Engel ein Paar,
Denen ja gaben wir
Namen fürwahr.

Und nicht vergaßen wir:
Wirklich einmal
Selber besaßen wir
Leiblich den Strahl.

Sollten wir wenden uns
Ab von dem Glanz?
Sollten verblenden uns
Halb oder ganz?

Nein! wir erkennen euch
Freudig im Licht,
Und zu benennen euch
Zweifeln wir nicht.

Lächelnd ihr gebet uns
Wohl zu verstehn,
Dass ihr umschwebet uns,
Wo wir auch gehn.

Friedrich Rückert

Samstag, 11. Februar 2017

Lächeln




Es ist nicht einzig Glück im Leben
nach Geld und Edelstein zu streben.
Ein reines Herz und froher Sinn
sind ein viel größerer Gewinn

Zufrieden sein ist große Kunst,
zufrieden scheinen blasser Dunst,
zufrieden werden großes Glück,
zufrieden bleiben - Meisterstück!

Ich rate dir, zeig, wie du bist,
indem du Menschen, die du triffst,
ein Lächeln schenkst auf ihren Wegen,

es kehrt zurück und schenkt dir Segen

Freitag, 10. Februar 2017

Früher mal





Was war der Samstag früher schön,
man konnte in die Wanne gehen.
Am Nachmittag schleppt der Papa schon
die Zinkwanne herein, vom Küchenbalkon.
Der Herd wird bestückt mit Holz und Brikett,
das Wasser geholt vom Etagenklosett.
Den Einkochkessel, die Salatschüssel voll,
der Papa schleppt, das Wasser wie toll.
Dann wurde der Tisch auf die Seite gerückt,
den Teppich zur Seite, das gute Stück.

Nun wurde die Wanne aufgestellt
und ziemlich hoch mit Wasser gefüllt.
Die Blagen kamen in die Wanne,
schnell noch vom Ofen eine weitere Kanne.
Jeder drängt sich vor, das ist schon gewiss
Und mancher hat heimlich in die Wanne
gepisst.

Die Mama seift ein, das geht im Galopp,
zum Schluss noch einen Schepper
Wasser übern Kopp.
Heraus aus der Wanne, den Schlafanzug an,
auf die Bank gesetzt. jetzt sind die Eltern
dran.
Zuerst wurde ein Betttuch vor die Wanne
gespannt,
von wegen des Schamgefühls,
das ist doch bekannt.
Dann die Mama in der Wanne,
danach der Papa. Sie rubbelt seinen Rücken,
das ist doch gar klar.

Und dann endlich kam die Oma dran,
doch die hat bekanntlich den
Reinlichkeitswahn.
Sie nimmt den Schaumlöffel von der Wand
und schüppt zuerst mal vom Wasser den
Schmant.
Heiß Wasser dabei, nicht zu kalt nicht zu
warm;
das prüft die Oma ganz sacht mit ihr Arm.
Dann rein in die Wanne; der Hintern wird
feucht und prompt der Oma ein Pfürzchen
entfleucht.
Zuletzt kam dann der Opa dran,
Er war immer noch ein stattlicher Mann.
Die Oma seift ein, tut ihn ein bisschen
krabbeln,
der Opa lacht und sein Bäuchlein tut
wabbeln.

Dann raus aus die Wanne, die Bux angezogen,
ins Wasser kommen jetzt Socken. von den
Blagen ein paar Hosen.
Die wurden gerubbelt uns ausgewrungen,
Die vom Papa, vom Opa und die von den
Jungen.
Dann wurde das Wasser aus der Wanne
geschleppt,
die Küche mit geputzt und ein Stück von der
Trepp.
So wurde Wasser gespart und alle fühlten
sich frisch.

Nun kam der warme Stuten auf den Tisch.
Mit Rübenkraut drauf, Kakao wurde
geschleckt;
zum Schluss dann die Finger abgeleckt.
Auch ohne Zähne hat es der Oma geschmeckt,
denn Ihr Gebiss das hatte sie in der Schürze
versteckt,
Und jeder denkt sich hinterher;
wenn es doch nur schon wieder Samstag wär.