Sonntag, 13. November 2016

November


November
Du gehst so trostlos durch die Zeit
und doch stürmst du mit Macht herbei.
Du trägst ein dunkelgraues Kleid,
hast Regen, Trauer mit dabei.

Auf dem Geäst schwingt buntes Laub,
der Oktober hat es dir geschenkt.
du wirfst dem Sturm sie vor zum Raub
bis der Tod sie auf die Erde drängt.

Die Gräber deckst du zu mit Laub.
Der Wind bei dir kommt nicht zur Ruh.
Auf deinem Kleid klebt alter Staub.
Selbst die Sonne lässt du nicht zu.

Den Regen treibst du übers Land,
Die Tannen beugen sich der Macht.
Den Sturm hast du aufs Feld verbannt.
Dein Bruder Tod, im Lande erwacht.

Wenn du die Herrschaft übergibst,
ist kahl und öde unsre Welt.
Vorbei die Macht die du so liebst.
November jetzt die Herrschaft hält.

Autor : Hausmann

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