Donnerstag, 27. April 2017

Humor






Humor ist sozusagen unser Senf des Lebens.
Er macht ein Stücklein trocken Brot zum Leibgericht.
Wer ihn nicht selbst besitzt, der hamstert ihn vergebens,
so hat man ihn entweder – oder hat ihn nicht.

Humor ist schwierig oder gar nicht zu ergründen.
Er ist stets taktvoll, niemals vorlaut und nicht spitz.
Humor ist zu erleben und nicht zu erfinden,
im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder Witz.

Humor ist unser Freund in allen Lebenslagen,
weil er dem Herz entspringt und nicht dem Intellekt.
Man kann zum Beispiel mit Humor die Wahrheit sagen,
so daß sie uns bekommt und halb so bitter schmeckt.

Humor blüht auch an kühlen Dauerregentagen
und stimmt uns fröhlich, wenn es noch so schaurig ist.
Ja, mit Humor lässt sich sogar ein Humorist ertragen,
und wenn es wirklich noch so traurig ist

 Sera2012

Mittwoch, 26. April 2017

Die Welt




In der Welt in der wir leben,
alle nur nehmen und nichts geben.
Immer nur hetzen ganz schnell eilen,
nicht eine Sekunde mal stille verweilen.
Hektik und Stress Dich täglich ergreifen,
auf die Gefühle der anderen pfeifen.
Bleib einmal stehen erhebe Dein Gesicht,
spüre die Wärme fühle das Licht.
Ruhe und Frieden wirst Du finden,
des Alltags Sorgen werden verschwinden.
Nimm eine Auszeit lass Dich fallen,
Geräusche um Dich werden verhallen.
Sehe die Schönheit um Dich herum,
schweige ganz stille staunend und stumm.

Sera2012

Dienstag, 25. April 2017

Unsere Erde





Erde, wie geht es dir?
Erde, ich steh auf dir
Erde, du bist so still
Erde, was willst du denn?
Es tut mir leid,
ich bin so dumm
Ich bin ein Mensch,
kann nicht verstehen.

Erde, wie geht es dir?
Erde, ich leb auf dir
Tut's dir nicht weh?
Ich hör kein Klagen
Doch warte, ich halt inne
Jetzt, jetzt hör ich dich
Ich hör dein leises Wimmern,
spür deinen tiefen Schmerz.

Erde, wie geht es dir?
Erde, ich fühl mit dir
Jetzt seh ich auch die andern Menschen,
die in Massen wälzend,
dich in Grund und Boden stampfen,
Presslufthämmer niedersausend,
Asphalt auf die Haut auftragen,
Tonnen von Beton drauf bauen.

Erde, wie geht es dir?
Erde, ich leb doch mit dir
Da wühlen sie wie wahnbesessen,
in deinen Eingeweiden rum
Gold und Silber dir entreissend
mit Kohlebaggern in dich fressend
und lassen dich dann still verbluten
nach Förderung des letzten Öls.

Erde, wie geht es dir?
Erde, ich weine mit dir

 Sera2012


Sonntag, 23. April 2017

Das Dinner


Schick im Anzug und mit Binder
saß ich gestern (ohne Kinder)
im Lokal beim Chef am Tisch,
aß Spaghetti, er den Fisch.

Witze riss er und ich lachte
brav (weil es ihm Freude machte),
plötzlich fing er an zu stammeln,
sah an mir ’ne Nudel bammeln.

Peinlich! Deshalb sog ich kräftig,
(Ketchup- Sosse spritzte mächtig.)
sagte: „Darf ich höflichst fragen,
ob sie über Ausschlag klagen?“

Ich fand’s komisch, lachte schallend,
doch mein Chef (die Fäuste ballend)
drohte mir mit seinem Messer.
Blitzschnell dacht ich: „Wisch ich besser!“

Ich sprang auf, doch Nudeln flogen
(Was sind Kellner ungezogen!),
meinem Boss auf’s Haupt und klebten,
als sie klatschend nieder schwebten.

Tobend schrie er: „Aus den Augen!“
(Nahm sie auch!), begann zu saugen,
dachte, wenn ich eifrig schlecke,
schwinden ihm im Schritt die Flecke.

Fiel dem Chef ’ne kleine, lose
Nudel etwa in die Hose?
(Komisch, dass sie fischig roch.)
Doch „Al Dente“ war sie noch.

Ach, mein Boss begann zu schwächeln
und nach Atemluft zu hecheln.
Waren ihm (Ich musste raten.),
Gräten in den Schlund geraten?

Also warf ich ihn zu Boden
(Ließ die Nudel dran am Hoden.),
sah sein Auge rollend schnippen
und ich blies an seinen Lippen.

Als das Martinshorn erklang
(ich noch auf dem Brustkorb sprang),
schien es Zeit zum Innehalten,
sah die Nudeln schon erkalten!

Sicherlich (als Held des Tages),
meinte ich zu mir: „Ich wag es!“,
rief nach mehr Gehalt noch – fix,
doch er sagte einfach – nix!

 Sera2012

Samstag, 22. April 2017

Regenschauer



REGEN

Die Sonne hat nur kurz das nasse Tal umschlungen,
Die Pappeln rauschen wieder, neckisch spielt der Wind
Des Baches Schwermut hat gar lang allein geklungen,
Der Wind ist pfiffiger als ein vergnügtes Kind.

Die Wolken wollen kommen. Alles wurde rauher,
Die blassen Pappeln rascheln wie bei einem Guß.
Die nassen Weiden faßt ein kalter Schauer,
Gewaltig saust die Luft, beinahe wie ein Fluß.

Nun soll der Regen kommen! Und es gieße wieder!
Der Sturm ist kraftbegabtes Lautgebraus,
Der Regen bringt die Rhythmen heller Silberlieder,
Die Pappeln wissen das und schlottern schon voraus.

Dem nassen Tal entwallen kalte Atlashüllen,
Und auch die Nebelhauche tauchen raschelnd auf.
Der Wind beginnt die Flur mit Wispern zu erfüllen,
Die Pappeln biegen sich, das Grau nimmt seinen Lauf.

 Sera2012

Freitag, 21. April 2017

Sehnsucht

Dein Haar hat Lieder,die ich liebe

Dein Haar hat Lieder,die ich liebe
und sanfte Abende am Meer.

O glückte mir die Welt,O bliebe, 
mein Tag nicht stets unselig leer.

So kann ich nichts,als matt verlegen,
vertrösten oder wehe tun.

Und von den wundersamsten Wegen,
bleibt mir der Staub nur auf den Schuhn.

Und meine Träume sind wie Diebe
und meine Freuden frieren sehr.

Dein Haar hat Lieder,die ich liebe
und sanfte Abende am Meer.


@ Max Herrmann - Neiße

Die Sinne







Liebe zur Natur

Es dämmert schon, der Morgen graut,
den Geräuschen des Waldes lauschen.
Mit leichtem Schritt, vernehm kein Laut,
nur den Wind durch die Blätter rauschen.

Zaghafte Strahlen des Sonnenlichts,
bahnen sich den Weg durch die Zweige.
Zeigt die Natur ihr schönstes Gesicht,
bezaubernder Anblick - ich schweige.

Mit allen Sinnen wahrnehmen pur,
nackte Füße den Boden berühren.
Auf einem Moosteppich in der Natur,
Ruhe genießen das Ich spüren.

Der Morgen erwacht - Vögel singen,
ein Orchester beginnt zu musizieren,
Nicht schöner kann ein Tag beginnen,
weiter durch Feld und Flur spazieren.

Waldeinsamkeit du gibst mir die Kraft,
das Leben zu lieben und zu schätzen.
Mit Wärme und Regen zeigst du meisterhaft,
dich den Stürmen der Natur zu widersetzen.

Karin Thießen

Donnerstag, 20. April 2017

Freunde

Jeden Tag, den wir beginnen,
sollten wir uns neu besinnen.
Wie das Schicksal es auch lenkt,
jeder Tag ist dir geschenkt.

Versuche jeden Tag zu leben,
um ihm einen Sinn zu geben.
Versuche jeden Tag zu lieben,
niemals wird dein Glück versiegen.

Ist ein Tag auch nicht so schön,
er wird bald vorübergehn,
keinen Tag sollst du bereuen,
dich lieber auf den nächsten freuen.

 Sera2012

Dienstag, 18. April 2017

Grau in Grau

Regen
klopft sacht ans Fenster
in übermütig hüpfenden Tropfen
badet unverdrossen ein Meisenpaar,
 verständnislos beobachtet von einer Elster.
 
Schwach,
 und neugierig blinzelt ein Sonnenstrahl
etwas verschämt durch graues Wolkenbett,
sendet prüfend ihre Kraft zur Erde wie ein Kuss,
 sie sehnen sich nacheinander, tauschen Energie,
die Sonne wird stärker, wärmer, munter.
 
Bunt
leuchten Blumen, frisch getränkt
unter dem weit gespannten Regenbogen
Blütenköpfe winken ihm freundlich zu;
frisch strahlt der Tag,
verbreitet gute Laune im Nu.
 
Menschen lachen, Straßen baden,
blank geputzt erscheint die Welt.
Frohsinn schwingt durch solche Tage,
freundliches Blau erhellt nun das Himmelszelt.

 Sera2012

Montag, 17. April 2017

Ostermontag




Hoppel heißt ein kleines Häschen,
lange Ohren, Schnüffelnäschen,
weißen Bauch und Stuppelschwanz
braunes Fell, sehr schön im Glanz.

Frech wie "Bolle" und recht munter,
auf dem Felde hoch und runter,
freudig hüpfend im Geäst,
endlich raus aus warmen Nest.

Frühlingswinde in der Nase,
schaut erfreut zu Vater Hase.
Der gebeugt am Feldesrand,
zartes grünes Futter fand.

Doch die Ohren sind gespitzt,
auf Gefahr, man sodann flitzt,
im geschützten Bau vor Ort.
Wo Frau Häsin hat das Wort.

Biene, Egon und der Bautz
schlafen sich so richtig aus.
Später dann gemeinsam grasen
mit Hoppel und den Elternhasen.

Endlich zarte grüne Flora,
das ist was für Mutter Dora.
Reich gedeckt der Gabentisch.
Nichts vertrocknet, alles frisch.

Und in ihrem Frühjahrsschmaus,
nähern sie sich einem Haus.
Wo schön kräftig ist die Wiese,
aus der Haustür kommt die Liese.

Will jetzt suchen Ostereier.
Ostern ist so schön zu feiern.
Süßigkeiten, viele Gaben,
suche sie, du wirst sie haben.

So lacht Mutter Tine laut,
Liese es den Atem raubt.
"Sieh nur da die vielen Hasen,
tummeln sich auf unsern Rasen.

Osterhasen, oh wie schön,
sind sie alle anzusehen."
Aufgeschreckt schauen die zum Haus,
Augen weit, die Ohren raus.

Drehen sich weg und hoppeln fort,
bloß schnell weg von diesem Ort.
Liese rennt und bleibt dann stehen,
welch ein Nest gibt es zusehen.

Bunt gefüllt mit vielen Sachen,
die das Leben so schön machen.
Freudig nimmt sie diesen Fund,
suchend schaut sie in die Rund.

Da, schon wieder im Revier,
findet sie im Goldpapier
Osterhas aus Schokolade.
Nimmt ihn als besondere Gabe.

Streichelt sanft die goldene Hülle,
andre Hand hält fest die Fülle.
Wundervoll im zarten Glanz,
zeigt er seine Schönheit ganz.

Freude zieht durch ihr Gemüt,
Sonne dazu Wärme gibt.
Und in diesem Augenblick,
zwinkert Häschen kess zurück.

 Sera2012


Samstag, 15. April 2017

Ostersonntag






Wenn die Nacht noch dunkel ist,
schleicht der Osterhase sich fix
in den Garten, hinter dem Haus.
Packt dort die Osternester aus

Ostereier, bunt und schön,
Kann man auf der Wiese sehn.
Hinterm Strauch und auf den Baum -
und noch hinter dem Gartenzaun

Wenn der Hase dann schon weg,
sind alle Nester gut versteckt.
Morgens wenn die Frühlingssonne
alle weckt zur Osterwonne,

wird ein jedes Osternest,
das versteckt zu diesem Fest
nach und nach schon bald entdeckt.
Und erfüllt gleich seinen Zweck.

Eier auspacken freut die Leute.
Wer ist wohl der Sieger heute?
So ein Ostersonntagsmorgen,
der vertreibt die Alltagssorgen

 Sera2012


Teamarbeit



Zwischen Hase und Henne gibts keinen Streit,
die beiden setzen auf Teamarbeit.

Sie legt die Eier,er malt sie an,
so tut ein jeder was er kann.

Und da sind auch noch die Elfen,
die dem Osterhasen helfen.

Sie legen die fertigen Ostereier,
in Nester,die sie,zur Osterfeier.

Im hohen Gras,unter Busch und Hecken,
oder bei Regen,im Zimmer verstecken.

Kommen die Kinder dann angerannt,
tarnen sie sich,doch unerkannt.

Sind sie bei der Suche dabei,
erst wenn ein Kind mit Jubelschrei.

Sein Nest mit den bunten Eiern findet,
lächelt ein Elfchen und verschwindet.

@ Anita Menger 

Ostersamstag

Sterben überall,wohin wir blicken,
aber es ist Auferstehung.

Abschied ist unser Leben,
aber es wird Wiederkehr.

Am Ende bleibt die Einsamkeit,
doch sie verwandelt sich in Geborgenheit.

Öde breitet sich aus,weit über alles Land,
in Seele,Leib und Geist doch unmerklich,
baut sich neues Leben auf.

Jetzt ist die Zeit der Schmerzen
und Versehrung,
doch unsere Wunden lecken wir nicht.

Jetzt ist die Zeit ohnmächtigen Zorns,
doch unseren Taten wchsen Flügel.

Wir legen die Hände 
nicht in den Schoß,
wir verbittern nicht.

Wir hören weit hinaus
über Himmel und Erde,
in eine neue Welt.

Wir können standhalten,
wir haben die größere Zuversicht.

@ Manfred Fischer

Freitag, 14. April 2017

Der Osterhase


Die Sonne geht im Osten auf,
 der Osterhase beginnt den Lauf.
 Um seinen Korb voll Eier sitzen
 drei Häslein, die die Ohren spitzen.

 Der Osterhase bringt just ein Ei -
 da fliegt ein Schmetterling herbei.
 Dahinter strahlt das blaue Meer
 mit Sandstrand vorne und umher.

 Der Osterhase ist eben fertig -
 das Kurtchen auch schon gegenwärtig!
 Nesthäkchen findet - eins, zwei, drei,
 ein rot`, ein blau`, ein lila Ei.

 Ein Ei in jedem Blumenkelche!
 Seht, seht, selbst hier,
 selbst dort sind welche!

 Ermüdet leicht im Morgenschein
 schlief Kurtchen auf der Wiese ein.
 Die Glocken läuten bim, bam, baum
 und Kurtchen lächelt zart im Traum.

 Di di didl dum dei,
 wir tanzen mit unsern Hasen
 umfasst, zwei und zwei,
 auf schönem, grünen Rasen. 

@ Christian Morgenstern  

Streit um das größte Ei




Zur Osterzeit, da stritten sich
zwei Legehennen fürchterlich,
wer denn die größten Eier
wohl für den Osterhasen legt
und sämtliche Rekorde schlägt,
am Hof des Bauern Meier.

So saßen sie in ihrem Nest
und haben tagelang gepresst
im Kampf um die Elite.
Die andern Hühner feuerten
die Hennen an, die eierten,
bis beider Hintern glühte.

Der Hase, der dann aufmerksam
ihr Werk unter die Lupe nahm,
hielt sich den Bauch vor Lachen..
Die Hennen guckten nur entsetzt
und konnten doch zu guter Letzt
sich keinem Reim drauf machen.

Da nahm der Osterhase aus
dem Korb ein Straußenei heraus
und meinte: „Ich will hoffen,
ihr könnt das auch!“ Da blieb vor Schreck
dem Federvieh die Spucke weg
und auch der Schnabel offen.

Erst wanderte der Hennen Blick
auf das Riesending und dann zurück
auf ihren vorhandenen Eierhaufen.
Des Hühnerstolz', der Ehr' beraubt
sah man sie mit gesenktem Haupt
aus Meiers Scheune laufen.

Ganz still und heimlich traf sodann
der Hase hinterm Stall den Hahn,
der krähte leise: „Danke!
Hab dir die Möhren mitgebracht
zum Lohn, denn wie wir's uns gedacht,
ist Schluss mit dem Gezanke!“

 Sera2012


Donnerstag, 13. April 2017

Eier verstecken


Nun kommt das Osterhäslein bald
Gesprungen aus dem grünen Wald,
Will allen braven Kinderlein
Viel Eier legen ins Nest hinein.

Was frisst das Osterhäslein gern?
Frisst wohl Rosinen und Mandelkern? -
Nein - Blümchen gelb und rot wie Blut
Und grünes Gras, das schmeckt ihm gut.

Drum legt es auch ein rotes Ei,
Vielleicht ein gelbes auch dabei,
Und springt geschwind, husch husch husch
Dann wieder fort in Wald und Busch.

Komm Osterhäslein, komm zu mir,
Dein Nestlein ist schon fertig hier
Von weichem Moos gar zart und fein,
Leg nur manch schönes Ei hinein.


@ Georg Christian Dieffenbach




Mittwoch, 12. April 2017

Basteln zu Ostern





Liebe Kinder, es kommen die Ostertage,
hört genau zu, was ich euch sage,
wir schreiben weder Buchstaben, noch Zahlen,
stattdessen, Ostereier bemalen.

Dazu benötigt ihr Schablonen,
vor euch liegen dicke Papierbogen
zum Vorzeichnen und Probieren,
um später dann die Eier zu verzieren.

Die Pinsel tief in Farbe tauchen,
zum Malen wir wenig Farbe brauchen,
streift Überflüssiges großzügig ab,
versucht es vorher mit einem Blatt.

Mümmelchen, Milli, Braunohr,
zuznächst male ich euch etwas vor,
unterdessen wird nicht geschwatzt,
sondern ganz genau aufgepasst.

Vorne — die ersten Sieben,
werden Schleifenbinden üben,
Putzi, Näsle, Schnurri, ihr drei,
bemalt gemeinsam das große Ei“.

Der Lehrer staunte, war überrascht,
Kinder hatten ihre Arbeit gut macht,
die Häschen malten mit Begeisterung,
er sah bunte Eier mit Bewunderung.

Alle Eierkörbe gefüllt randvoll,
der Lehrer fand seine Künstler toll,
sie lernten das Bemalen der Eier,
es kann beginnen die Osterfeier.

 Sera2012


Dienstag, 11. April 2017

Mal so,mal so.











Das Wetter macht was es will,
denn wir haben ja den April.
Erst hat es geregnet und war trübe,
dann kam die Sonne raus, die liebe.

Zwischen weißen Wolken-ach wie schön,
ließ sich ein blauer Himmel wieder seh´n.
Jedoch es blieb nicht lange blau,
schon kamen Wolken, dick und grau.

Die schickten den Hagel auf die Erde,
auf das es nicht langweilig werde.
Und zwischendurch, mitten am Tag,
gab´s dann auch mal ein Donnerschlag.

Doch allmählich ziehen sie weg
die dunklen Wolken...Bitte schneller!
Ach ja, da hinten wird es wieder heller.
Beim Wetter ist es wie im Leben:
Ab und zu muss es ´nen Lichtblick geben 

  Sera2012





Montag, 10. April 2017

Die Natur



Ich starte den himmlischen Tag,
so wie nur ich ihn mag.
Mit großen Schritten,
mich muss keiner bitten.

Die Natur ist ein Wunder,
macht jeden Kreis runder.
Überall die Bäume stehen,
ich wage nicht vorbei zu gehen.

So kniet mein glückliches Leben nieder,
sieht auf und bewundert den leuchtenden Flieder.
auf Knien lächelnd, die Arme ausbreitend,
dieser Anblick, den eigenen Horizont weitend.

Die Frösche quaken um den Teich,
nur du Natur machst mich so reich.
Die Vögel zwitschern dazu im Takt,
flattern im herrlichen Lebenspakt.

Jetzt und hier - will nie mehr woanders sein,
denn nur deine Schönheit ist so pur und rein.
Die Sonne lacht, mein Herz ist entfacht.
Danke, liebes Leben – Licht folgt auf die Nacht

Sera2012

Sonntag, 9. April 2017

Osterhase im Stress




Er springt über Zäune und Hecken
und will allerlei verstecken.

Eier kunterbunt und groß,
legt er in weiches Moos.

Selbst Zweige muss er biegen,
unterm Busch sollen auch Eier liegen.

Frühlingsblumen erblühen
selbst auf dem Rasen.

Auch dort waren schon
die fleißigen Hasen.

Seid glücklich an diesen Ostertagen,
Stress und Alltag sind fern.

Hauptsache ist doch,
wir haben uns gern.

@ Monika Schilling 

Samstag, 8. April 2017

Schönes Leben




Das Leben ist schön

Heute zu dieser Stunde will ich dir jenes zeigen,
Wie tausend Worte, tausend Gesten dir Seele einverleiben.

Ich will dir alles näher bringen, auch was in der Ferne liegt.
Selbst die Wolken und die Sterne, die es nur am Himmel gibt.

Heute soll das Herz uns spüren. Der Schatten auch Gefühle geben
Und mit dem ganzen Gold im Geiste wirst du zur Sonne schweben.

Ich will dir alle Blumen schenken, selbst wenn es heute Winter wäre.
Deinen Gedanken weicht die Enge, sie überspringen die Barriere.

Die ganze Welt soll dich vergöttern; So beten sie den Niemand an,
Der mit dem Strahlen seines Herzens ein ganzes Volk erlösen kann.

Selbst die Rache, der Hunger und der Tod kehren bei dir ein,
Um zu beugen ihre Glieder und zu schwören, sie wären dein.

Du seist der Hammer, der Amboss und der Funken Licht im Nebel.
Bist niemals die Substanz dazwischen. Sitzt seit je her am längeren Hebel.

Ich will dir deine Träume bauen, Luftschlösser mit Metall versiegeln,
Dem Guten in dir Hoffnung geben und dein Leid mit Schmuck aufwiegen.

Und selbst wenn alles albern wirkt und sich nichts davon erfüllt,
So bist du dennoch hier und jetzt von diesem Leuchten eingehüllt.

Beständig wie ein Akku wird es nie mehr vergehen.
Am Ende sei Dir eines gesagt: Das Leben ist so schön.

 Sera2012


Freitag, 7. April 2017

Frühlingslied




Das Frühlingslied

Mit geheimnisvollen Düften
Grüßt vom Hang der Wald mich schon,
Über mir in hohen Lüften
Schwebt der erste Lerchenton.

In den süßen Laut versunken
Wall' ich hin durchs Saatgefild,
Das noch halb vom Schlummer trunken
Sanft dem Licht entgegenschwillt.

Welch ein Sehnen! welch ein Träumen!
Ach, du möchtest vorm Verglühn
Mit den Blumen, mit den Bäumen,
Altes Herz, noch einmal blühn.

Emmanuel Geibel

Mittwoch, 5. April 2017

Die Lerche




 

Hört die Lerche, sie singt
hoch in den bläulichen Lüften


über den grünenden Triften
tönet ihr Lied. Wie erklingt


ihre melodische Brust
uns zur Freude und Lust  

  
Seht die Lerche, sie steigt
hoch in den himmlischen Räumen


ruft sie den schlummernden Keinem
"Grünet, der Winter entfleucht!"


und aus dem fruchtbaren Schoß
sprossen Halme und Moos


Seht die Lerche, sie schwingt
lustig ihr braunes Gefieder


und auf die Knospen hernieder
schauet sie freundlich und singt


krönet das liebliche Grün!"
und die Knospen erblühn


Hört die Lerche, sie schwebt
über der Erde Gewimmel


preisend und dankend gen Himmel
"Menschen", so singt sie, "erhebt


über die staubige Bahn
eure Herzen hinan!


Friedrich Wilhelm Krummacher (1796-1868)
 

Der Kirschbaum




Wenn der Frühling kommt

Und von den Bergen schaut
Wenn der Schnee im Tal
Und auf den Hügeln taut
Wenn die Bächlein quellen
Und die Knospen schwellen
Wird die Sehnsucht mir im Herzen laut

Wenn der Kirschenbaum
Die duftigen Blüten schneit
Wenn die Störche kommen
Und der Kuckuck schreit
Wenn die Tauben girren
Und die Bienen schwirren
Dann beginnt der Liebe goldene Zeit

Wenn die Wiesen schmückt
Bunte Blumenzier
Und die Lerche ruft
Aus Busch und Waldrevier
Wenn die Finken schlagen
Und zu Neste tragen
Such auch ich ein trautes Liebchen mir.

Wenn ich sinnend dann
Durch Wald und Felder geh
Und, ich weiß nicht wie
Vor ihrer Türe steh
Ihr ins Auge blicke
An mein Herz sie drücke
Dann wird mir so wohl und wunderweh

Möchte freudejauchzend
Auf zum Himmel schrei´n
Möchte weinen auch,
Im stillen Kämmerlein
Möchte kämpfen, siegen
Mit den Wolken fliegen
Möchte stets in ihrem Herzen sein

@ Sera2012

Dienstag, 4. April 2017

Der alte Apfelbaum


Frühling

Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
"Er kam, er kam ja immer noch"
Die Bäume nicken sich's zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt; "Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai."

O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag es auch du.

Theodor Fontane

Montag, 3. April 2017

Das Röslein



Ich weiß ein Garten hübsch und fein,
Da blüht ein rotes Röselein;
Und darum ist ein Heckenzaun,
Im Sommer grün, im Winter braun.

Und wer das Röslein brechen will,
Muß kommen stumm, muß kommen still;
Muß kommen bei der dusteren Nacht,
Wenn weder Mond noch Sternlein wacht.

Ich wollte meinem Glück vertraun,
Stieg heimlich übern Gartenzaun;
Das rote Röslein war geknickt,
Ein andrer hatte es gepflückt.

Das Gärtchen ist nun kahl und leer,
Das rote Röslein blüht nicht mehr;
Betrübt muß ich von weitem stehn
Und nach dem Rosengarten sehn.


Hermann Löns



Samstag, 1. April 2017

Die kleine Quelle





  Der kleinen Quelle klares Wasser
hüpft schäumend über das Bachgestein.
Berauschend dringt sein dumpfes murmeln,
ganz tief in mich, beruhigend ein.

Wie eine zarte Sinfonie
klingt ständig dieser Zauberklang.
Er fesselt mich, hier zu verweilen,
doch ohne Muss und ohne Zwang.

Sein kühles Nass wird oft zur Labe
für dürstend Mensch und Kreatur.
Sein steter Lauf wird immer währen -
dies ist bezeichnend für die Natur.

Der schäumend weiße Lauf des Wassers,
verflacht - zieht still, gemächlich hin.
Mein ruhig Bächlein wird zum Spiegel,
indem die Wolken lautlos zieh‘n.

Doch dann urplötzlich wird das Bächlein,
zum tosend, reißend, wilden Bach!
Und stürzt, für mich fast herzzerreißend,
hinunter über Fels - in tiefe Nacht

Was ist nur aus der Quell geworden,
dort drunten zwischen Felsgestein?
Ein fauchend, wildes Sturzgewässer.
Sein Brausen geht durch Mark und Bein.

Vom Fall des Wassers steiget auf,
ein Nebel, der die Sonne trübt.
Aus ihm entschlüpft ein Regenbogen,
der schützend überm Bächlein liegt.

Ganz langsam glätten sich die Wogen.
Des Baches Rauschen liegt schon fern.
Leicht plätschernd sehe ich Wellenbogen
Hab´ so mein Bächlein wieder gern.

In einem See bist du dann gelandet,
der tief und dunkel ist - aber rein!
Doch da bist du noch nicht zuhause, -
dein Weg wird weit und steinig sein.

Ich sehe, noch klarer wurde dein Wasser,
dein Sturz, der war kein böser Fall
Jetzt fließe munter, lustig weiter, -
komm´ sicher an, dort drunten im Tal.

Und fließe weit, weit in die Welt.
Doch ich will stets hier oben sein.
An jenem Ort voll Harmonie,
denn da fühle ich mich ganz daheim.

@ Sera2012

1. April







SO durfte ich ihn erleben -- Erster April

Immer muss ich daran denken
wenn der April sich wieder jährt.

Da ließ ich mich vom Vater lenken,
doch sein Rat war garnix wert.

Ich sollte schnell zum Bäcker laufen,
für 10 Pfennige *Ibindumm* kaufen.

Zurückgekommen war ich sauer
und auch ein bisschen schlauer.

Nochmal macht er das nicht mit mir,
ich schick ihn raus, es wär Jemand hier.

Ich fasste eben gleich ein Herz
und gab zurück den kleinen Scherz.

Ich liebte meinen Vater sehr,
den Lieben gibt´s schon lang nicht mehr.

Doch an so Tagen wie 1. April,
da denk ich an ihn und schmunzle still.

 Sera2012