Dienstag, 14. Februar 2017

Mein Kater


Gar selten muss ich meinen Kater rügen,
Zu ähnlich ist was wir so tun.
Mäuse jagen sein Vergnügen
Wörterjagd lässt mich nicht ruhn.

Lieber als das Geld der Welt
Will mein Geist in Büchern weiden
Kater tut solange was ihm gefällt
Ohne mir die Lust zu neiden

Schön ist es und auch so gut
Dass wir beide sind nicht blind
Jeder froh ist was er tut
Wenn wir dann zu Hause sind

So oft fällt ein Nagetier
Meinem Kater in die Kralle
Genau so geht manch Gedicht mir
In die nicht gestellte Falle.

Stur hält er das Loch im Blick
Lüstern, listig schlau und scharf
An des Wortes groß Geschick
Sich mein Geist versuchen darf

Kommt die Maus dann aus dem Loch
Glücklich ist dann mein Kater doch
Oh wie ist mir danach  zumut
Wenn das Gedicht wird meist gut

Ja so gehen ohne Ungemach
Ich und Kater mein Gevatter
Gerne unserm Handwerk nach
Ich hab meines, seins der Kater

Stetes Üben Tag und Nacht
Kater hat´s zum Meister bracht
Ich dagegen Schicht um Schicht
Versuch zu wandeln Dunkelheit in Licht

 copyright by Sera2012



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