Samstag, 4. Februar 2017

Ausgetrickst




Der Pferdeschlitten
In des Hochlands Schnee inmitten,
da fuhr einst ein Pferdeschlitten
und ein Gaul zog Spuren munter,
mal bergauf und mal hinunter.
Leider drehte er die Runde,
Tag für Tag zur vollen Stunde.
Allen Tieren, die dort wohnten,
ging das auf die Nerven schon denn
dieser Gaul sang immer wieder
Elvis Presleys alte Lieder,
laut und falsch war’s auch dazu
und das störte ihre Ruh’.
Krähen wurden aufgeschreckt,
Rehe hielten sich versteckt,
Dachs und Fuchs, das musst du wissen,
wurden aus dem Schlaf gerissen.
Auch die Hasen sah man sprinten,
im Zickzack ... und nur von hinten.
Dem Specht, der eben angefangen,
ist das Klopfen meist vergangen.
Weil das Ganze ja auf Dauer,
waren alle Tiere sauer,
was daher zur Frage führte,
wer dem Gaul sich stellen würde.
Wildschwein, ***Häher, Trappe,
hatten bloß eine große Klappe,
und besonders die ganz Großen
machten sich gleich in die Hosen.
Nur das Hörnchen von der Eich’
rief: „Ich mache das für euch!“
Worauf alle Tiere lachten,
sich darüber lustig machten.
„Was willst DU denn, kleiner Wicht?
Ha, ha, ha, das schaffst du nicht!“
Doch das Eichhörnchen war schlau,
wusste - was zu tun - genau.
Vor den Gaul, der täglich nur
jodelnd durch das Hochtal fuhr,
hatte es sich hingeschmissen,
und dann bombardiert mit Nüssen.
Der ging durch und blieb nicht stehen,
wurde dort nie mehr gesehen.
Nur die Spuren sieht man noch -
vom Pferd und dem Dreikäsehoch.
In des Hochlands Schnee inmitten,
fährt ab nun der Pferdeschlitten
nicht mehr ... sondern anderswo
und das macht die Tiere froh!
Das Eichhörnchen ward über Nacht,
seither nicht mehr ausgelacht.
Du siehst, man kann – auch wenn man klein,
mit „Köpfchen“ ein ganz Großer sein

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